Die früher sowohl im PC- als auch im Heimkino-Bereich genutzten Bildschirme und Fernseher in traditioneller Röhrentechnologie wurden in den letzten Jahren klar vom Markt verdrängt. Heute dominieren Geräte mit LCD-Technologie, wie beispielsweise Beamer und LCD-TVs, aber auch Plasma-Fernseher konnten sich erfolgreich am Markt etablieren. Wie funktionieren aber diese neu entwickelten Technologien im Detail?
Die Bilderzeugung im LCD-Fernseher
Die Abkürzung LCD steht für den englischen Begriff “liquid crystal display”, also ein Display bestehend aus so genannten Flüssigkristallen. LCD-TVs nutzen dabei die besonderen Eigenschaften der Flüssigkristalle, denn diese verwinden sich beziehungsweise werden transparent, wenn an ihnen eine elektrische Spannung angelegt wird. Bei der LCD-Technik erfolgt die Bilddarstellung mit Hilfe von Polarisationsfiltern und einer zwischen diesen Polarisatoren liegenden Schicht aus Flüssigkristallen. All diese Bauteile sind vor einer starken Hintergrundbeleuchtung angeordnet. Die beiden Polarisationsfilter im LCD-TV sind dabei um exakt 90° gegeneinander versetzt. Durch diese Anordnung lassen die Polarisatoren in ihrer Ausgangsstellung überhaupt kein sichtbares Licht hindurch, erst die verwundene Struktur der Flüssigkristalle verändert die Polarisation des Lichtes dergestalt, dass es an den gewünschten Stellen auf der Vorderseite des Displays erscheint. Auf diese Weise wäre aber nur ein Unterschied zwischen Hell und Dunkel darstellbar, die farbige Darstellung wird erst durch so genannte Unterpixel ermöglicht. Pro Pixel, also für jeden Bildpunkt auf dem Display, werden drei zusätzliche Unterpixel in den drei RGB-Grundfarben (Rot, Grün und Blau) verwendet. Aus diesen Grundfarben lassen sich so gut wie alle denkbaren Farbtöne zusammen mischen.
Vor- und Nachteile der LCD-Technik
Bevor die moderne LCD-Technik auf großer Breite Einzug hielt, war die Leittechnologie im Bereich der TV-Geräte ganz klar die Kathodenstrahlröhre (CRT). Gegenüber solchen älteren Röhrenfernsehern sind vor allem das geringere Gewicht und die geringere Einbautiefe der LCD-Geräte bemerkenswert. Die Bildqualität von CRT-Fernsehern ließ darüber hinaus in puncto Flimmern und Verzerrung meist etwas zu wünschen übrig. Ein weiteres Problem von herkömmlichen Röhrenfernsehern war ihre Verwendung von Röntgenstrahlung zur Bilddarstellung, diese tendenziell gesundheitsgefährdende Technik ist in LCD-TVs glücklicherweise nicht mehr nötig. Im Gegensatz zu Kathodenstrahlgeräten leidet die Bildqualität von LCD-Fernsehern auch nicht mehr durch Magnetfelder in der Umgebung des Gerätes. Im Vergleich zu den heute auch verbreiteten Plasma-Fernsehern ist die so genannte “luminous efficacy”, die effektive Lichtausbeute pro Watt, bei LCD-Fernsehern meist sehr gut. Ein größerer Nachteil der LCDs ist allerdings die nach wie vor bestehende Bewegungsunschärfe (englischer Fachbegriff: blur motion), dass heißt die Problematik schnelle Bewegungen und schnelle Bildwechsel adäquat darzustellen. Die Industrie ist allerdings bemüht, hier die Reaktionszeiten der LCD-Fernseher kontinuierlich zu reduzieren, um auch schnell bewegte Bilder optimal darzustellen. Nach momentanem Stand der Technik liegen in dieser Disziplin allerdings noch die CRT-Geräte klar in Front.
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