Anordnung der Möbel im HeimkinoHi-Fi-Möbel und Stative

Auch wenn bei der Planung eines Heimkinos mit gutem Grund der große Schwerpunkt auf der Audio- und Videotechnik liegt, so sollte doch ein besonderer Augenmerk auf die Auswahl der Möbel für das geplanten Heimkino gelegt werden. Mit Hilfe von unauffälligen und stabilen Hi-Fi-Möbeln können beispielsweise der Großbildfernseher und unter Umständen auch die die vorderen Lautsprecher passend aufgestellt werden. Besonders zu empfehlen sind hier Hi-Fi-Möbel mit flexibel einstellbaren oder flexibel einsetzbaren Böden, um Bild und Ton in die ideale Position zu bringen.

Schluss mit dem unerfreulichen Kabelsalat

Ein positiver Nebeneffekt von professionellen Hi-Fi-Möbeln im Heimkino ist das unauffällige Verbergen des unvermeidlichen Kabelgewirrs zwischen Bildquelle, AV-Verstärker und Lautsprecherboxen. Falls diese optisch unerfreuliche Problematik nicht mit durchdachten Hi-Fi-Möbeln alleine in den Griff zu bekommen ist, so können Kabelschläuche in unauffälliger Farbgebung Abhilfe schaffen. Noch professioneller, aber natürlich auch kostenintensiver, ist der Einbau von Kabelschächten in Wänden oder in den Estrich. Falls beim Neubau eines Hauses ein Heimkino der besonderen Art bereits fest eingeplant wird, können diese zusätzlichen Arbeiten von den Handwerkern beim Innenausbau ohne großen Mehraufwand gleich mit erledigt werden. Für die Lautsprecher, vor allem im Surround-Bereich, kommen auch häufig Stative zum Einsatz. Eine noch professionellere Lösung sind Lautsprecherhalterungen an den Wänden. Die absolute Kür, nämlich in die Wände des Heimkinos eingelassene Surround-Speaker, lassen sich nur mit gründlicher Vorplanung und im Eigenheim realisieren, das klangliche Ergebnis ist aber die besondere Mühe in jedem Fall wert.

Sitzmöbel und Beleuchtung im Heimkino

Beinahe genau so wichtig wie die Hi-Fi-Möbel und Stative für Bild und Ton sind natürlich die Sitzmöbel im Heimkino. Bequeme Sofas und Sitzgruppen wie im heimischen Wohnzimmer sind natürlich gut geeignet, echte Heimkino-Fans schwören aber wohl eher auf echte Kinoatmosphäre mit Kinosesseln und Becherhaltern. Wenn das Budget nach Kauf aller technischen Bild- und Ton-Komponenten noch nicht ganz aufgebraucht ist, so sollte auch bei der Lichtgestaltung im Heimkino-Raum aufs Detail geachtet werden: Eine dimmbare Beleuchtung, am allerbesten mit kleinen in die Decke eingelassenen Punktstrahlern, sorgt sofort für die echte Kino-Atmosphäre. Auch der Neid der Nachbarn und die Bewunderung von Freunden für dieses liebevolle Detail wird dem Heimkino-Fan auf diese Weise wohl ganz sicher sein.

Sweet Spot: Die richtige Sitzposition im Heimkino

Wenn es um die richtige Position der Sitzplätze im Heimkino geht, so fällt unter Fachleuten immer wieder der Begriff der idealen Hörposition, des so genannten “sweet spot”. Dieser englische Fachbegriff bezeichnet den eng begrenzten Bereich in einem Raum, an dem das Gesamtklangbild am ausgewogensten zu hören ist. Dieser befindet sich in aller Regel ziemlich genau auf der Grenze zwischen zweiten und dritten Raumdrittel, also etwas näher zur Rückwand des Heimkino-Raumes.

Was passiert, wenn die Sitzplätze nah an der Rückwand liegen?

Wenn die Aufstellung der Sitzplätze zu nah an der Rückwand oder gar an der Rückwand selbst gewählt wird, so klingt der Bassbereich auf Grund von unerwünschten Reflexionen meist äußerst undifferenziert. An der Rückwand kann es auch leicht passieren, dass das eigentlich beeindruckend große Bild von TV oder Beamer plötzlich zu klein wirkt.

Die Nachteile einer zu weit vorne liegenden Sitzposition

Wenn eine Sitzposition näher zum vorderen Drittel der Raumlänge gewählt wird, treten andere Nachteile auf: Reflexionen von Decke und Rückwand kommen erst nach längerer Laufzeit bei den Heimkino-Besuchern an und werden dadurch beispielsweise als unschön klingende Flatterechos wahrgenommen. Wenn die Zuschauer im Heimkino zu nahe vor der Leinwand oder dem gigantischen Plasma-TV sitzen, so kann es sogar zu ähnlichen Effekten wie im richtigen Kino in den vordersten Sitzreihen kommen. Leichtes Unwohlsein oder Übelkeit, vor allem bei schnell bewegten Bildern, ist bei einer falschen Sitzposition nicht auszuschließen.

Kompromisse bei der Sitzposition trüben das Vergnügen langfristig

Auch wenn sich im Heimkino, auf Grund von vorgegebenen räumlichen Gegebenheiten, nicht immer alles genau nach Wunsch positionieren lässt, so sollte der richtigen Wahl der Sitzposition die größte Sorgfalt gewidmet werden. Eine erheblich vom “sweet spot” abweichende Position der Sitzplätze wird auf Dauer nämlich nur wenig Freude bereiten. Wenn die optimale Positionierung der Sitzplätze gefunden ist, können die Lautsprecherboxen und die endgültige Position der Bildwiedergabe meist recht einfach gefunden werden. Um den “sweet spot” zu finden braucht sich der angehende Heimkino-Inhaber auch noch keine komplette Surround-Anlage zu kaufen, die ideale Sitz- und Hörposition lässt sich bereits mit einem guten Paar Stereolautsprecher sehr genau herausfinden.

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