gute akustik bei korrekter lautsprecheranordnungFür den Laien, aber auch für den ambitionierten Amateur im Heimkino-Bereich ist das Thema Akustik, genauer Raumakustik, ein durchaus ktritischer Punkt, der im schlimmsten Fall das Potential hat, das Hörvergnügen im Heimkino merklich zu trüben. Wer für dieses heikle Thema in der luxuriösen Situation ist bei Planung oder Aufbau des Heimkino-Systems einen Akustiker hinzuzuziehen, ist natürlich auf der sicheren Seite. Falls die hierbei entstehenden Kosten gescheut werden, kann das Unternehmen “amtlicher Surround-Sound im Heimkino” dennoch erfolgreich verlaufen. Es sollten allerdings einige Grundregeln beherzigt werden:

Reflexionen

Boden und Decke des Heimkinos müssen zur Eindämmung von unerwünschten Reflexionen aus dämpfenden Materialien bestehen. Dies ist unbedingt notwendig, da bereits bei einer einzigen Schallquelle in einem Raum zahlreiche Reflexionen entstehen. Ein 7.1-Heimkino-System hält ja sogar acht einzelne Schallquellen bereit und jeder dieser Schallquellen hat das Potential unerwünschte und unschön klingende Reflexionen hervorzurufen. Dabei sind Reflexionen an sich natürlich ganz und gar nichts Schlechtes. Im täglichen Hören sind wir ihnen andauernd ausgesetzt und das menschliche Gehirn kann aus diesen Reflexionen sogar wertvolle Informationen über unser Umfeld sammeln. Diese Fähigkeit hilft uns zum Beispiel sehr stark dabei Entfernungen und Raumgrößen besser einschätzen zu können.

Nachhall

um den auf der DVD oder Blu-ray Disc gespeicherten Kinoton auch im Heimkino unverfälscht wiederzugeben, ist eine möglichst neutrale Raumakustik von Vorteil. Ein stark nachhallender Raum mit Steinböden oder gar Keramikfliesen ist hier genau so wenig für eine neutrale Wiedergabe geeignet wie ein übermässig gedämmter Raum, in dem überhaupt kein natürlicher Nachhall wahrzunehmen ist. Ein guter Kinosaal ist schließlich auch nicht gänzlich schalltot, sondern hat einfach nur einen sehr kurzen und kontrollierten Nachhall. Für den Zuschauer beziehungsweise Zuhörer im Heimkino sind dabei hellhörige Räume mit starken und langen Nachhallzeiten aus Gründen der Psycho-Akustik am unangenehmsten, denn dieses Klangbild erzeugt im Gehirn des Menschen Gefühle von Nervosität, Gefahr und Angst, und dies völluig unabhängig vom Inhalt oder der Story des präsentierten Filmes.

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