Große Kinosäle und auch Konzertsäle für klassische Musik sind nicht ohne Grund meist im so genannten “Schuhkarton”-Format gestaltet. In dieser länglichen und quaderförmigen Raumform sind die akustischen Voraussetzungen, auch ohne kostenintensive und aufwändige Schalldämmungsmaßnahmen, von Grund auf eher neutral und damit für die unverfälschte Wiedergabe von Musik und Sounds gut geeignet. Wenn möglich sollte also ein entsprechend geschnittener Raum für das Heimkino gewählt werden, ein zu Küche oder Esszimmer offenes Wohnzimmer ist zwar heutzutage modern, aber für ein optimales Heimkino-Erlebnis nur bedingt geeignet. Große Fensterfronten im angehenden Heimkino-Raum sollten ebenfalls möglichst vermieden werden.

Welche Räume sind in der Praxis gut geeignet?

Ein häusliches Arbeitszimmer oder ein ehemaliges Kinderzimmer eignen sich zum Beispiel meist sehr gut. Echte Heimkino-Enthusiasten beziehen natürlich bereits bei der Wohnungssuche oder dem Hausbau einen für das Heimkino optimal geeigneten Raum in ihre Planungen mit ein. So weit muss man aber nicht gehen, in jedem Raum der einen guten Teil der obigen Voraussetzungen erfüllt, lässt sich mit ein wenig Mühe ein faszinierendes Heimkino-Erlebnis erschaffen. Um die natürlich auftretenden Reflexionen im Heimkino-Raum in die gewünschten Bahnen zu lenken, sollte vor allem der Decke und dem Boden die nötige Aufmerksamkeit gewidmet werden. Aber keine Angst, hier sind nur sehr sehr selten größere bauliche Maßnahmen erforderlich. Für den Fussboden eignet sich am besten ein dichter und schwerer Teppich. Dieser schluckt nicht nur unerwünschte Reflexionen sondern sorgt darüber hinaus auch noch für sehr gemütliche Atmosphäre. Für die Decke empfiehlt sich idealerweise eine Holzdecke aus nicht lackierten Holz-Panelen.